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Linsenbratlinge mit ayurvedischer Gewürzmischung

Hülsenfrüchte sind mein Fleisch und deshalb gibt es bei mir eigentlich täglich dieses leckere Powerfood.

Aus Hülsenfrüchten kann man so viel machen: Eintopf, Suppen, Bratlinge, Hummus oder einfach als Beilage in einer Bowl. Ich hatte mal wieder Lust auf Bratlinge, deshalb gab es Linsenbratlinge mit roten Kartoffeln, Hummus und dazu eine Gemüsepfanne aus Zucchini, Paprika, getrockneten Tomaten und Möhren. IMG_0678IMG_0682

Den Hummus hatte ich bereits am Vortag zubereitet. Die Linsenbratlinge bestehen aus Roten Linsen, Haferflocken, Zwiebel und Knoblauch. Abgeschmeckt habe ich die Bratlinge mit Kreuzkümmel, Paprika, Asafoetida, Senf und Petersilie. Ich benutze zum Braten der Linsenbratlinge Kokosöl, weil es sehr hitzeempfindlich ist und obendrein noch gesund. Aus dem Teig habe ich 20 Bratlinge mit einem Durchmesser von ca. 5 cm hergestellt. Übrig gebliebene Bratlinge können super auf dem Brot oder einfach als Snack zwischendurch gegessen werden.

Die Kartoffeln habe ich zuerst gekocht und dann vor dem Servieren kurz in Olivenöl gebraten.

Die ayurvedische Gewürzmischung Asafoetida gibt den Linsenbratlingen einen besonderen Geschmack. Asafoetida erinnert geschmacklich an einer Mischung aus Zwiebel und Lauch. Hier kannst Du Asafoetida erhalten (bei Amazon):

Classic Ayurveda – Asaföetida, gemahlen – Gewürzmischung in Aromaschutzdose, 1er Pack (1 x 70g)

Ich benutze die Gewürzmischung für viele Gerichte, denn es gibt den Gerichten nicht nur einen besonderen Geschmack, sondern es ist auch noch verdauungsfördernd und  gesund. Aber mehr dazu unter dem Rezept.

Das Rezept für den Hummus findet ihr hier: Bagels mit gegrillten Auberginen, Hummus und Salat

Rezept

Zutaten

Für die Bratlinge (20 Stück, Durchmesser 5 cm)

  • 250 g Rote Linsen (getrocknet)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Paprikapulver, rosenscharf
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 100 g Haferflocken, feine
  • 1 EL glatte Petersilie, gehackt
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Messerspitze Asafoetida (ayurvedische Gewürzmischung)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Johannisbrotkernmehl
  • Pfeffer, Salz
  • 1 TL Senf
  • Kokosöl zum Anbraten

Für die Gemüsepfanne und Beilage

  • 2 kleine Zucchini
  • 6 getrocknete Tomaten in Öl
  • 2 Paprika, rot
  • 4 Mohrrüben
  • Kräuter (Oregano, Thymian)
  • Kartoffeln
  • Hummus (Rezept siehe Link oben)

Zubereitung

  1. Die Zwiebel und Knoblauch schälen und beide fein hacken.
  2. Linsen in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abspülen.
  3. In einem Topf Olivenöl geben und darin die Zwiebel anbraten, dann den Knoblauch hinzufügen und anschließend Kreuzkümmelpulver, Paprikapulver und Asafoetida ca. 1 Min. mit anbraten.
  4. Linsen in den Topf geben, unterrühren und mit Gemüsebrühe ablöschen. Linsen solange auf niedriger Temperatur kochen, bis sie gar sind. Zitronensaft unterrühren und vom Herd nehmen.
  5. In der Zwischenzeit die Kartoffeln gründlich waschen und in Salzwasser gar kochen. Kartoffeln abgießen und beiseite stellen.
  6. Während die Kartoffeln kochen, kann die Gemüsepfanne vorbereitet werden. Hierfür die Paprika, Zucchini und Mohrrüben waschen. Die Paprika in Streifen schneiden; die Zucchini längs halbieren und anschließend in Scheiben schneiden. Die Mohrrüben schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die getrockneten Tomaten mit einem Küchenpapier abtupfen und anschließend in dünne Streifen schneiden.
  7. Die gekochten Linsen in eine Schüssel geben und die Haferflocken, Petersilie, Johannisbrotkernmehl und Senf mit in die Schüssel geben und alle Zutaten kräftig verkneten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und aus dem Teig 20 Bratlinge formen.
  8. Für die Gemüsepfanne in eine Pfanne Olivenöl geben und das Gemüse kross anbraten. Die getrockneten Tomaten unterheben und mit Kräutern (Oregano, Thymian), Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Für die Bratlinge Kokosöl in eine Pfanne geben und darin die Bratlinge von beiden Seiten kross anbraten.
  10. Die Kartoffeln kurz in Olivenöl anbraten.
  11. Auf einem Teller die Bratlinge, Kartoffeln und das Gemüse anrichten. Fertig!

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Asa foetida / Asant (Ferula assa foetida)

Asa foetida ist eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, zu der auch unser Fenchel gehört. Anders als bei Fenchel ist der Geruch von Asa foetida jedoch etwas gewöhnungsbedürftig und wird oft als eine Mischung als Schwefel und überlagertem  Knoblauch beschrieben.

Es wundert daher nicht, dass der Name der Pflanze wörtlich übersetzt etwa “Stinkendes Harz” bedeutet. Allem Geruch zum Trotz erfreute sich Asa foetida  seit mehr als 5000 Jahren großer Beliebtheit.

Das liegt unter anderem daran, dass im mittleren Orient Gerichte aus Hülsenfrüchten sehr verbreitet sind. Da Hülsen­früchte aber un­verdau­liche Oligo­saccharide enthalten, sollten sie mit verdauungsfördernden und blähungs­treibenden Gewürzen, wie Asa foetida, zubereitet werden.

Daneben wurde sich die Pflanze aber auch in vielen ayurvedischen Rezepten eingesetzt. Neben dem Einsatz zur Verdauungsförderung sticht dabei besonders die Verwendung bei Tumoren im Bauchraum hervor.

Synonyme:
  • Asafötida, Asam, Hing, Stinkasant, Teufelsdreck
  • Ferula asa-foetida, Ferula foetida, Ferula scorodosma, Scorodosma assa-foetida, S. foetida
Pflanzenfamilie:
  • Doldenblütler (Apiaceae)
Bezeichnung des
Arzneimittels:
  • Asa foetida (Stinkasant) – das durch Einschneiden der lebenden Rhizome und Wurzel gewonnene Gummiharz
Anwendung:
  • Abdominaltumore*
  • Asthma [11]
  • Bauchschmerzen (Ayurveda)*
  • Blähungen (Ayurveda) [7]
  • Bronchitis [11]
  • Epilepsie [3]
  • Husten [11]
  • Keuchhusten [11]
  • Koliken [11]
  • Krämpfe [11]
  • Leberverhärtung*
  • Magengeschwüre [8]
  • Menstruationsbeschwerden (Amenorrhoe) [11]
  • Milzverhärtung*
  • Nabelgeschwüre*
  • Nervöse Störungen [11]
  • Reinigung der Darmflora vor Parasiten (Ayurveda)*
  • Spasmen [9]
  • Tinnitus (Ayurveda)*
  • Verdauungsanregung (Ayurveda)*
  • Verstopfung (Ayurveda)*
  • Wechseljahresbeschwerden*
Wirkung:
  • Antibakteriell [1]
  • Antiepileptisch [3]
  • Antioxidativ [3]
  • Antiparasitär [4] [10] [13]
  • Antitumoral [5] [6]
  • Antiviral [2]
  • Aphrodisisch**
  • Blähungstreibend (karminativ) [7]
  • Blutdrucksenkend (hypotensiv) [9]
  • Magenberuhigend [8]
  • Menstruationsfördernd**
  • Entkrampfend (spasmolytisch) [9]
  • Schleimlösend**
  • Sedierend, leicht**
  • Tonisierend**
Inhaltsstoffe:
  • Harz (24 – 65 %), mit Asaresin und Ferulasäureester
  • Asaresinotannol
  • Ferulasäure
  • Sesquiterpene
  • Umbelliferone
  • Gummi (20 – 30 %)
  • Ätherisches Öl (1 – 20 %), mit schwefelhaltigen Verbindungen, α-Pinen)
Dosierung:
  • 3 x täglich 0,3 – 1 g (Empfehlung im Ayurveda)
    ♦ Für alle Anwendungen im Verdauungstrakt sollte Asa foetida immer in Ghee angeröstet werden, um die spitzen Eigenschaften zu reduzieren. Sonst kann Asa fortida zu Irritationen und Entzündungen im Verdauungstrakt führen!
Gegen-
anzeigen
  • Sodbrennen
  • Magengeschwüre
  • Extrem hoher Pitta-Anteil
  • Innere Einnahme bei Kindern unter 12 Jahren
  • Extreme Schwäche
Neben-
wirkungen
  • Überdosierung oder Langzeiteinnahmen können ggf. zu Blähungen, Durchfall, Brennen beim Wasserlassen und Erbrechen führen*
    * Diese Nebenwirkungen können durch Granatapfel, Sandelholz, Apfel und Fenchel aufgehoben werden
Wechsel-
wirkungen
  • Keine bekannt

* Volks- und Erfahrungsheilkunde

** Es liegen Studien und Erfolge beim beschriebenen Einsatz der Pflanze vor, aber sie hat noch keine Positiv-Monographie der Kommission E erhalten. Die Aussagen zur Wirksamkeit liegen somit noch im Bereich der Erfahrungsheilkunde und gelten bis dahin als nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

Für Asant und dessen ätherisches Öl wurde eine Wirkung wissenschaftlich bisher erwiesen gegen:
  • Fasciola gigantica (Riesenleberegel) [13]
  • Herpes-simplex-1 [2]
  • Leishmania sp. [4]
  • Staphylococcus aureus (MRSA & MSSA) [1]
  • Trichomonas vaginalis [10]

(Quelle: http://www.vorsichtgesund.de/glossary/asa-foetida-asant-ferula-assa-foetida/)

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